
ADHS im
Erwachsenenalter
​“Es geht nicht darum, perfekt zu sein, sondern die eigene Art zu leben und zu nutzen.”
Ingrid Schubert – ADHS-Trainerin
Was ist ADHS?
ADHS (Aufmerksamkeitsdefizit- mit und ohne Hyperaktivitätsstörung) ist keine Charakterschwäche und kein Zeichen von fehlender Disziplin. Sie entsteht durch Unterschiede in der Funktion bestimmter Botenstoffe im Gehirn, vor allem Dopamin und Noradrenalin.
Diese Neurotransmitter sind wichtig für
-
Motivation
-
Konzentration
-
Aufmerksamkeit
-
Belohnung und Antrieb
​
Warum spielt Dopamin eine so große Rolle?
Dopamin ist maßgeblich daran beteiligt, ob eine Aufgabe als lohnend empfunden wird.
Bei Menschen mit ADHS wird Dopamin im Gehirn häufig zu schnell wieder aufgenommen, sodass es zwischen zwei Nervenzellen nicht lange genug wirksam bleibt. Das kann dazu führen, dass:​
-
Motivation schneller abbricht
-
Konzentration schwer aufrechtzuerhalten ist
-
Alltägliche Aufgaben sich übermäßig anstrengend anfühlen
​
Wichtig zu wissen
Bei ADHS handelt es sich um einen biologischen Vorgang, nicht um mangelnden Willen, Faulheit, Charakterschwäche oder persönliches Versagen.
​​
Wächst sich ADHS wirklich aus?
Nein. Studien zeigen, dass bei einem Großteil der Betroffenen die Symptome bis ins Erwachsenenalter bestehen bleiben. Oft werden sie erst spät erkannt, weil Betroffene gelernt haben zu kompensieren – was langfristig sehr belastend sein kann.
​
ADHS im Erwachsenenalter – typische Anzeichen
Bei Erwachsenen zeigt sich ADHS oft weniger sichtbar als bei Kindern. Nicht alle Symptome müssen gleichzeitig auftreten. Viele Erwachsene haben vor allem die unaufmerksame Form (ADS). Häufige Symptome sind:
​
-
Konzentrationsprobleme und leichte Ablenkbarkeit
-
Schwierigkeiten mit Organisation, Planung und Zeitmanagement
-
Starkes Aufschieben von Aufgaben (Prokrastination)
-
Motivationsprobleme trotz klarer Ziele
-
Innere Unruhe oder gedankliche Getriebenheit
-
Emotionale Überreaktionen oder schnelle Stimmungswechsel
-
Erschöpfung und Selbstzweifel durch jahrelange Überforderung​
​
Diagnose
Die Diagnose erfolgt durch spezialisierte Fachärzt:innen oder Therapeut:innen. Sie berücksichtigen aktuelle Symptome, die Lebensgeschichte (Symptome bestehen meist seit der Kindheit) und den Ausschluss anderer Ursachen. Viele Betroffene berichten nach der Diagnose von großer Erleichterung und besserem Selbstverständnis.
​
Behandlung
Diese besteht häufig aus einer Kombination von medikamentöser Unterstützung, psychotherapeutischer Begleitung und alltagsnahen Strategien und Strukturhilfen (Beratung/Coaching).
​​​
​​
​​
MEINE ERFAHRUNGEN​
​​​​
In der Neurologischen Arztpraxis Dr. Claus habe ich meine Erfahrungen zu ADHS sammeln dürfen. Ich habe neuropsychologische Testungen durchgeführt und beim Erstellen von Therapieplänen mitgewirkt.
ADHS ist eine neurobiologische Besonderheit, mit der man lernen kann, gut zu leben – besonders dann, wenn sie erkannt, verstanden und akzeptiert wird - und zwar von anderen, aber auch von einem selbst. Gerade bei Erwachsenen, die über viele Jahre wenig bis kein Verständnis für ihre Andersartigkeit erfahren haben ist es wichtig für Selbstwert- und Wirksamkeit zu sorgen. Hierbei kann ich unterstützen.
​​
​
​
​
​
​
​
Wissenschaftliche Quelle:
Attention-Deficit Hyperactivity Disorder (ADHD): A Comprehensive Overview
MDPI – Fachzeitschrift für Zellbiologie & Neurowissenschaften
https://www.mdpi.com/2073-4409/14/17/1367
​​
KONTAKTIEREN SIE MICH - Gerne gehe ich mit Ihnen Ihre Herausforderungen mit ADHS an, erarbeite mit Ihnen Strategien, die auf ihre persönliche Lebenswelt passen, gehe mit Ihnen auf Ressourcen Erkundung und gebe Impulse für neue Strukturen, Denkmuster und Selbstwirksamkeit. ​​​